Dienstag, 26. März 2013

3096 TAGE

"Bitte helfen Sie mir. Ich wurde entführt. 
Mein Name ist Natascha Kampusch."


So beginnt der Film über die Entführung und Leider der Österrreicherin Natascha Kampusch. Sie wurde im Alter von 10 Jahren auf dem Schulweg, von dem damals 44 Jährige Wolfgang Přiklopil, entführt. Gebracht wurde sie in ein dunkles Kellerverlies, das seinen Eingang in der Garage von Přiklopil Haus hatte.
8 Jahre- 3096 Tage wurde sie dort gefangen gehalten. Geschlagen, vergewaltigt, zum arbeiten gezwungen, gedemütigt, ausgenutzt und auch fast verhungert.


Diese 3096 Tage wurden in einem 111 Minütigen Film dargestellt. Nicht alle Tage, aber trotzdem viele, in denen man das Leid des Mädchens sehen konnte. 




Es beginnt damit, dass sie mit ihrem Entführer Ski fahren ist. 
Dann ist der Tag, vor der Entführung und dann der Schreit mit der Mutter und der Beschluss, alleine zur Schule zu gehen. Auf dem Weg wartet der weiße Transporter und sie wird in diesen hineingezogen und er fährt mit dem kleinen Mädchen los. Sie kommt in einen Raum, mit Toilette, Waschbecken, Matratze und einer kleinen Lüftung. Dann folgen Szenen, wie z.B. wo er ihr auf brutale Weise die Haare wäscht.

Dann kommt ein Zeitsprung von 4 Jahren.

Die jüngere Vision von Natascha wird durch die ältere Antonia Campbell-Hughes ausgetauscht. Wo sie früher noch dicker war, ist sie jetzt nur noch Haut und Knochen. Gezeigt wird gleich zum Anfang, wie sie ihre erste Periode bekommt. Auch sieht man, was sie jetzt trägt: Unterhosen und T-Shirts, Pullover von Männern. Keine Hose, keine Socken, keine Schuhe. Mit 14 Jahren ist sie frecher und traut sich mehr ihm Gegenworte zu leisten. Auch hat sich das Zimmer verändert: es stehen mehr Bücher darin, mehr Schränke und aus einer dünnen Matratze wurde ein Hochbett (der Raum ist 237 hoch,  links 278cm und rechts 246cm lang und 181cm breit). Jetzt sieht er heimischer aus. Man sieht daran, dass sie hier lebt und probiert hier zu überleben. 
Im Jahr 2006, mit 18 Jahren schafft sie es zu fliehen. Sie rennt in eine Gartenspaate, geht in den Garten von einer älteren Frau und wartet dort auf die Polizei. Auf dem Polizeirevier sieht sie ihre Eltern das erste mal wieder. Dann geht sie aus hinaus und man sieht nur noch Blitzlichter von den Fotografen. 



Die Letzte Szene ist wie sie im Auto sitzt und denkt: 

"Nur einer kann von uns überleben und zum Schluss war ich es."



Ich habe schon das Buch gelesen, als es erschienen ist. Das Buch war schon krass geschrieben, aber das jetzt im Film zu sehen ließ mich zusammenschrecken. Von meiner mittleren Tüte Popcorn habe ich nur die Hälfte gegessen: 1. weil es komisch war, sie hungern zu sehen und ich esse mein leckeres Popcorn und 2. ich war geschockt, wie Wolfgang Přiklopil mit dem Mädchen umgegangen ist. Meiner Freundin ging das genauso. 


Nach dem Film haben meine Beine gezittert. Ich wollte über den Film reden, aber fand einfach keine Worte dafür. Der Film hat uns nochmehr bewegt, weil das wirklich passiert ist, weil das einem Kind/ einer Person wirklich passiert ist. Ein Horrorfilm ist ein Pipifachs dagegen. 



Jeder der die Geschichte von Natascha Kampusch verfolgt hat oder sich gerade dafür interessiert, sollte sich den Film ansehen. Der Film ist zwar nicht vollkommen perfekt, aber ich habe darauf gar nicht geachtet, denn das wurde durch andere Aspekte überspielt.



Was mich der Film gelehrt hat ist 1. ich werde nicht aus dem Haus gehen, wenn ich kurz davor mich mit einem Familienmitglied gestritten habe und 2. man darf niemals aufgeben. 



xoxo Sophie

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